über mich

Sonja Klanke

Als Fotografenmeisterin zog es mich 1997 nach Brakel, in das schöne Weserbergland, um dort das „Brakeler Photo Studio“ zu übernehmen.

Bis heute habe ich bereits viele Menschen und Vierbeiner kennengelernt und porträtiert, ihre Seele und Momente des Glücks eingefangen, viele Objekte ins richtige Licht gerückt, Holz und Metall gleichermaßen fotografisch zum Leben erweckt.

Mit dem Wandel der Zeit stieg ich von der analogen auf die digitale Fotografie um. An der digitalen Bildretusche und Montage hatte ich bereits Gefallen gefunden und den „Pinsel nach Art der alten Meister“ beiseite gelegt. Auch das selbst eingerichtete Schwarzweißlabor, in dem ich unzählige Handvergrößerungen fertigte, musste leicht wehmütigen Herzens der modernen Technik weichen.

Die Porträtfotografie erlebe ich bereits seit meiner Lehrzeit im Fotografenhandwerk durch die vielen Arbeitskreise, Seminare, Ausstellungen, freie Arbeiten und die vielen Trends immer wieder neu. Aber eins ist für mich geblieben „zeitlos“; Fotografie ist malen mit Licht, Porträtfotografie ist Erlebnisfotografie, die Spaß machen und Emotionen einfangen soll.

Wenn ich nicht für meine Kunden unterwegs bin, gehe ich auf visuelle Schatzsuche 

Ich höre Vögelgezwitscher, das Rascheln der Blätter in den Bäumen und rieche das Moos und frische Erde…ich spüre, hier bin ich, intensiv…während mein Kinn den Boden berührt. Ich halte meine Kamera mit dem Objektiv ganz dicht an ein Farnblatt
…das kräuselt sich…urig… .
Ein Spaziergänger kommt und fragt mich, was ich denn da tue…ich zeige zum Farnblatt – Kopfschütteln – ich bewege meine flache Hand zum Boden –
Kopfschütteln…Erst als ich ihm das Display meiner Kamera zeige, kommt ein „oh“…

Dinge mal aus einer anderen Perspektive sehen, das ist es, was mein Auge schult, nicht müde werden lässt, auch anders sehen zu können und Neues zu entdecken;
Wie Gesichter in den Wolken, Knome in den Baumstämmen… .

Hin und wieder überkommt es mich, mit einem kühlen objektiven Maß an Realismus,
fotografisch auf Reise zu gehen… wie die alten Meister… Rückbesinnung auf die Welt
des Sichtbaren, der Einfachheit, „Neue Sachlichkeit“ nannte man diese Kunstform.

Kunst kann es nicht ohne Handwerk geben

Du fragst dich, ob ich mich als Künstlerin sehe?
Mm ja, ich male mit Licht, also bin ich wohl Künstlerin… .

Du fragst mich, ob ich Handwerkerin bin?
Nun ja, Fotografenhandwerk habe ich gelernt, also bin ich Handwerkerin… .

Das Motiv im „goldenen Schnitt“ aufnehmen…Studiolicht von der „richtigen“ Seite setzen…bloß keine störenden Unterbrechungen in der Lichtkante…richtige Brennweite wählen…Schärfe mit Blende kontrollieren…Rembrandtlicht… und bla bla bla….
Aber genauso „muß“ ich es machen, meine Auftragsarbeiten erledigen…
Imageportraits ebenso wie bei der Produktfotografie,
auch wenn ich mich immer mehr auf Menschen konzentriere.

Dann gibt es diese Momente. Ich nenne es loslassen: Nur Wesentliches beleuchten und das Objekt halb ins Dunkle tauchen. Dann kugelt sich eine Familie beim Shooting vor lachen und ich halte drauf, pure Emotionen auf Chip gebannt(eigentlich ein Outlast)… .
Ich mache die Blende ganz weit auf…und weiß es gibt Unschärfe(jetzt bloß nicht an den
Lehrmeister denken…)… .

Dann bin ich trotzdem Fotografenmeisterin
und meine, Kunst kann es bei mir nicht ohne Handwerk geben!

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